Samstag, 27. November 2010
Suckula (Anthony Spinelli)
So stelle ich mir das Gespräch zwischen Anthony Spinelli und seinem Geldgeber vor:

„Sam, hör´mal, du mußt mal wieder einen Film für uns drehen. Ricky Gianazzi, der Neffe vom Schwippschwager von Don Clemenza, möchte gerne ins Filmgeschäft, da das mit der Autovermietung nicht geklappt hat. Verstehe mich richtig, Sam: Don Clemenza LIEBT diesen Jungen. Wie seinen eigenen Sohn. Er würde alles für ihn tun. Nun, Ricky mag diese Slapstick-Klamotten, und er mag Horrorfilme. Wie wäre es mit so einer Vampir-Klamotte? Ricky kann sich sein Plastikgebiß reintun, und dann reißt er alle Bräute auf, die nicht schnell genug auf die Bäume kommen. Verstehst du, er hat das Schießpulver nicht erfunden, kopfmäßig, aber er ist ein netter Junge. Laß´ uns das doch einfach als Fernseh-Parodie aufziehen, denn der Don hat ja gerade diesen Lokalsender gekauft. Das würde ihm gefallen, kapiesch? Durch den Film kann dann ein Ansager führen. Für den haben wir auch schon einen Kandidaten, einen abgetakelten jiddischen Schmierenkomödianten. Der war mal in den 50ern die Zweitbesetzung von Jack Benny, und in einer Sendung hat er für Milton Berle Kaffee gemacht. Aber seit sie ihn auf der Bar-Mitzvah von dieser minderjährigen Kellnerin runtergezogen haben, ist er karrieremäßig nicht mehr auf die Beine gekommen. Er hat sich zunächst etwas geziert, in einem Fickfilm mitzuspielen, aber wir haben ihm klargemacht, daß er mit Zementschuhen im Hudson landet, wenn er dem Don nicht diesen kleinen Gefallen tut. Für die Sexszenen kennst du bestimmt ein paar Profis, Sam. Dem Ricky können wir ja ein paar neue Genitalien reinschneiden, denn der Junge – povero ragazzo! – ist von der Natur nicht überreich beschenkt worden, non è un minchia tanta... Der Film muß nicht lang sein, eine Stunde reicht völlig. Kannst du das für uns machen, Sam? Don Clemenza wird dir das nicht vergessen, mein Freund. Wie lautet deine Antwort?“

„Äh, ja!“

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